Molchi's Sonnenfinsternis-Erlebnisse

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Nunmehr sind 36 Stunden nach dem großen Ereignis vergangen und ich raffe jetzt erst so richtig was ich da eigentlich gesehen habe. Aber ich fange von vorn an:

Auf Grund der letzten Wetterberichte war mein Zielgebiet in Frankreich zwischen Thionville und Metz, weils je westlicher wahrscheinlicher war, Wolkenlücken zu erreichen(das ZDF hatte eine Kamera in Reims). Außerdem rechnete ich mit weniger Staus auf der Strecke und es war auch nicht weiter als Saarbrücken. Mein Wohnort zwischen Düsseldorf und Köln. Wir sind dann, meine Frau und ich, um Punkt 6:00h losgefahren und erreichten unser Zielgebiet etwa gegen 11:00h, für bis dahin ca. 350 km und ein recht schnelles Auto eine lahme Zeit, jede Menge Staus! Nur, dort goss es in Strömen, von Sonne keine Spur. Kurze P-Pause auf einer Raststätte. Mittlerweile war es 11:30 und die Bedeckung hatte begonnen, also weiter auf der Autobahn Metz-Paris in Richtung Reims. Gegen 11:45 blaues Loch entdeckt, nächste Abfahrt raus, lange Schlange an der Sch.. Zahlstelle. Nach Sicht aus dem Ort (Ste. Menehoude in der Champagne, kennt keine Sau) raus in Richtung blaues Loch. Am Ortsausgang auf einer Anhöhe (ein letzter Berg des Argonnerwaldes) ein Feldweg, wo schon viele Autos standen, Parklücke gesucht, uff. Dann leichte Hektik, mittlerweile war es 12:05h. Erstmal die Bedeckung angeschaut, hmm, sowas schon früher mal gesehen. Dann Stativ für Kamera (300mm Tele) augebaut; Einrichten der Kamera mit von Hand vorgehaltenem Filter war richtig schwierig. Dann Teleskop (60/900) aufgebaut; noch schwieriger Einrichten des Teleskops ohne Filter, aber auch irgendwie geschafft. Zeit 12:22h. Grosses Aufatmen und die ersten Interessierten kamen zum Teleskop um die Projektion der Bedeckung ungefiltert und etwas vergrössert zu sehen. Ausser einem Schweizer Vater mit Sohn waren wir die einzigen Ausländer hier und wurden recht oft fotografiert.

Zur Wetterlage: Leider war im blauen Loch ein Wolkenstreifen, der verdächtig in Richtung Sonne driftete. Die Totalität sollte hier fast Punkt 12:30 eintreten, was auch geschah (warum auch nicht?). Volle Sicht, Diamantenkrone, dann Korona; nach einer Minute etwa kam die blöde Wolke und liess die Korona dann und wann durch. Habe fotografiert, die Landschaft rundum betrachtet, die Korona bestaunt, mich über die Wolke geärgert. Rechtzeitig, noch so ca. 15-20 Sek. vor dem Ende der Totalität, war die Wolke vorbei, wieder Diamantring und "knipps" Lichtschalter an. Für 2 Minuten Ereignis, mit Rückfahrt über Reims, Kurzbesuch von 5h, 17h unterwegs(11,5h im Auto), die Frage, hat sich das gelohnt? Antwort heute: "JA", unbedingt. Dieses Erlebnis, wie die Sonne abgeschaltet wird und auch das wieder Einschalten, das scheinbar unwirkliche Licht während der Totalität (im Norden und Süden war der Himmel doch ziemlich hell, im Westen und Osten sah man den Schatten rasen, auf der westlichen Seite rötliche Dämmerung, im Osten mehr gelblich), dieses Erlebnis ist für mich heute beeindruckender als gestern.

Dieser Effekt, klick, Licht aus, klick, Licht an, sonst nur im Kinofilm bein Scenenwechsel zu sehen, das war "real live" und das macht das Einmalige aus. Der ganze Aufwandt hat sich für mich gelohnt, eine Erfahrung oder ein Erlebnis, daß ich wohl immer im Hinterkopf haben werde.

Die Originale sind Dias auf AGFA CT100, die Kamera eine Olympus OM2 mit 300mm Tele, ohne Filter. Belichtet mit manueller Betriebsart zwischen 1/60 und 1/1000 Sek.
Ich hatte es in der Hektik nicht notiert, kann es aber ungefähr zuordnen:

Bild 1

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Bild 2

Bild 2: 1/1000

Bild 3

Bild 3: 1/1000

Bild 4

Bild 4: 1/1000

Bild 5

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Bild 6

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Bild 7

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Bild 8

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Bild 9

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Bild 10

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Bild 11

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Bild 12

Bild 12: 1/1000

copyright für Text und Bilder liegen bei Werner Klein, Monheim am Rhein