Lara
(subaortaler VSD)

Da ich selber mit einem Herzfehler geboren wurde und soetwas vererbbar ist, machten wir wie schon in der 1. Schwangerschaft eine vorgeburtliche Ultraschalluntersuchung in Lübeck. Die Ärzte dort konnten keinen Herzfehler bei unserem Baby feststellen und so fuhren wir beruhigt nach Hause.

Am 17.07.2002 wurde dann unsere Tochter Lara geboren. Auch nach der Geburt haben die Ärzte beim Abhorchen des Herzens nichts ungewöhnliches feststellen können, so daß wir davon ausgingen alles sei in Ordnung.

Dann bei der U2 kam alles anders. Die Ärztin hörte Lara ab und sagte uns, daß Lara ein Loch im Herzen habe. Da es ihr aber so ganz gut ging, sie nicht blau wurde, nicht schwitzte und auch sonst keine weiteren Anzeichen hatte, ging sie davon aus, daß das Loch wohl nicht so groß sei. Wir sollten aber in Bremen einen Termin zur genaueren Untersuchung machen. Der Termin war erst in 3 Wochen, ein langes Warten voller Ungewißheit.

Als Lara dann in Bremen untersucht wurden, stellten die Ärzte fest, daß das Loch ca. 0,5 cm groß sei und an einer ungünstigen Stelle, nämlich direkt an der Aortenklappe liegt.

Da Flüssigkeit in die Lunge gelangt und man verhindern wollte, daß der Kreislauf irgendwann zusammenbricht, mußte Lara stationär aufgenommen werden, um auf die Medikamente Lasix und Captopril eingestellt zu werden. Nach 5 Tagen konnten wir das Krankenhaus wieder verlassen und bekamen einen Termin zur nächsten Untersuchung in 4 Wochen.

Man sagte uns, falls das Loch sich nicht im 1. Lebensjahr verkleinert oder sogar schließt, wovon die Ärzte nicht ausgingen, müßte das Loch operativ verschlossen werden.

Nach der Entlassung folgten monatliche Kontrolluntersuchungen immer mit der Hoffnung verbunden, daß das Loch kleiner geworden ist, aber bis jetzt ist es das leider noch nicht.

Am 18.12.2002 war die aktuelle Kontrolluntersuchung. Dort wurde festgestellt, daß das Loch nicht kleiner geworden ist, es der Lunge aber gut ging. Aber der Arzt konnte auf dem Ultraschall sehen, daß die Klappe minimal undicht geworden ist, was aber nicht vom Loch im Herzen kommen konnte. Woher es kommt, wußte er auch nicht. Sie nannten das MI. Der Arzt schien das auch nicht für sehr besorgniserregend zu halten, es müsse aber beobachtet werden.

Außerdem wurde festgestellt, daß Lara, obwohl sie fast 100 gr. die Woche zunimmt, langsam aus der "Normkurve" rutscht. Sie ist 5 Monate alt und wiegt 5600 gr. Wir sollten etwas Öl mit in die Nahrung tun und auch etwas mehr Milchpulver.

Würde mich darüber gerne mit anderen Betroffenen per Mail austauschen, deren Kind auch so eine Erkrankung hat.



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