Andreas


Hallo,

hier die Info zu unserem Herzkind (Herzjugendlichem) Andreas.

Andreas wurde im November 1984 in der 31. Schwangerschaftswoche (10 Tage nach dem unerwarteten Blasensprung) geboren. Bei der Entbindung per Kaiserschnitt waren bereits Kinderärzte vom Olgäle anwesend, um die Betreuung zu übernehmen. Einen Grund für die Frühgeburt wissen wir bis heute nicht.

Andreas entwickelte sich den Umständen entsprechend (ca. 4 Wochen Brutkasten) hervorragend und konnte voll gestillt werden. Mit einem halben Jahr hatte er den Entwicklungsrückstand bereits aufgeholt. Bei den regelmäßige Untersuchungen, zu denen wir nach der Frühgeburt ins Olgäle gingen, war immer alles ok.
Zum Ende des ersten Lebensjahres hörte die Kinderärztin bei einer Routineuntersuchung dann ein ungewöhnliches Herzgeräusch. Ab da wurde Andreas regelmäßig im Olgäle von den Kinderkardiologen untersucht, bis man im Alter von 4,5 Jahren die Subaortenstenose entdeckte.

Bis zum Ende der 3. Klasse konnte Andreas ein ganz normales Leben führen und am Schulsport teilnehmen. In der 4. Klasse durfte Andreas dann keinen Leistungssport mehr treiben (hat er auch vorher nicht) aber noch am Schulsport teilnehmen jedoch ohne Benotung. Mit dem Wechsel aufs Gymnasium wurde Andreas vom Schulsport befreit, durfte allerdings z.B. beim Schwimmen noch nach Belieben mitmachen. Die Zusammenarbeit mit der Sportlehrerin war ausgezeichnet. In der Freizeit hatte Andreas keinerlei Einschränkungen.

Durch die Subaortenstenose stieg der Druckgradient im Laufe der Jahre allmählich an. Kurz vor Andreas 11. Geburtstag wurde eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt. Es wurden keine weiteren Besonderheiten festgestellt und weiteres Abwarten empfohlen. Ein Jahr später wurde eine geringe Aorteninsuffizienz festgestellt. Andreas wurde darauf den Kardiologen im Olgäle vorgestellt.

Im Januar 1997 ist Andreas in der SANA-Klinik in Stuttgart von Prof. Dr. Rein operiert worden. Am Nachmittag des Operationstages kam er schon wieder ins Olgäle. Wir wurden bestens betreut und konnten Andreas nach zwei Wochen bereits wieder mit nach Hause nehmen. 5 Tage nach der Entlassung ging er schon wieder zur Schule. Drei Monate nach der Operation durfte Andreas dann wieder am Sportunterricht teilnehmen.

Heute 2,5 Jahre nach der Operation geht es dem jetzt 14-jährigen Andreas unverändert gut. Außer der Endokarditisprophylaxe und den jährlichen Kontrolluntersuchungen muß er nichts Besonderes mehr beachten.


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Update "Andreas - Subaortenstenose" :

Januar 2005

Andreas ist inzwischen 20 Jahre alt. Er hat letzten Sommer die Schulzeit mit dem Abitur abgeschlossen. Da nicht sicher war, ob er bis zum Abi am Sportunterricht teilnehmen konnte, hat er sich in den letzten beiden Schuljahren von Sportunterricht befreien lassen. So konnte er gleich ohne Nachteile andere Fächer wählen, um die Sollstunden zu erreichen.

Für die Befreiung vom Wehrdienst reichte das Einsenden des letzten Arztberichtes.

Nach dem Schulabschluss hat Andreas mit Freunden einen 3-wöchigen Interrail-Trip nach Frankreich, Spanien und Marokko gemacht.

Im September hat er eine Ausbildung zum Systeminformatiker begonnen, was ihm sehr viel Spaß macht. In den vergangenen Jahren hatte er sich schon sehr viel Wissen über PCs und deren Vernetzung angeeignet, so dass er inzwischen ein sehr begehrter „PC-Doktor“ ist.

Seit letztem Sommer nimmt Andreas erstmals regelmäßig Medikamente, um das Herz zu entlasten. In den vergangenen Jahren hatte sich die leichte Undichtigkeit der Aortenklappe minimal verschlechtert. Die Tabletten sollen helfen, einer weiteren Verschlechterung vorzubeugen.

Wir sind sehr froh, dass es Andreas so gut geht und er keinerlei Einschränkungen im täglichen Leben hat. Eine Endokarditisprophylaxe ist nach wie vor notwendig.

Viele Grüße
Regina Selbach-Bucher

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